Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

16. März 1694 · Seite 156v · Scan 341
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[156v] 1694
Marginalie
Nix
(lat) Schnee
Zeile 30
Frigus.
(lat) Kälte.

Transkription

Martius.
1
vor der verlehnung sich anmelden, vnnd
2
werde alsdann kein sondere Difficult ge-
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macht werden, solchen Zehendten ihme zu-
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erlasßen: im widrigen fahl aber werde
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mann mit der Verlehnung fortfahren
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wie braüchlich. Seiner Magdt liesß
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ich ein Trunk geben vnnd 9 Kreuzer Gelt, dar-
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mit sie wohl zufriden geweßen etc.
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Den ganzen Nach Mittag hatt es Schnee geben,
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aber gantz wäsßerig: vnnd ist zwar alles
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ganz erweisßet, aber mann hofte, es
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werde nit lang harren. War sonst-
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en Zimmlich still, vnnd nur ein Zartes Wind-
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lin von Mittnacht.
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Mir war nit wenig leid, das begehrter massen
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nit können auf Kalcheren1 kommen zu dem
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Vnnd were Herr Pater Marian auch nit vngern
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dorten erschinen: allein es war das Schnee-
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Wetter zimmlich vnlustig, vnnd ich nit gar
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zum besten auf mir selbsten: bleibten
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also wir alle bÿ Hauß.
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Auf die Nacht ist es gantz still geweßen,
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vnnd liesßen sich mithin Sternen sehen,
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also das mann künftigen Morgen ein
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starke Gefröhrne, vnnd desßetwegen
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dem Reeb-Stok nit wenig gesorget.
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Den 16. Martii. Hatten wir ein Zimmlich kalten
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Morgen, vnnd stark gefrohrne Strasßen.
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Doch hoffete mann, es were dem Reebstok
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noch nit so gefährlich, etc. Der Himmel
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ist bezogen gebliben bis gegen halber 3
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Vhren

Anmerkungen

1 Die 1331 erstmals erwähnte und 1848 aufgehobene Zisterzienserinnenabtei Kalchrain lag in der Gemeinde Hüttwilen im heutigen Kanton Thurgau.Bibliografie