Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

14. März 1694 · Seite 154r · Scan 336
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–3
[154r] 1694 Fructus nostri feliciter Tigurum allati .
(lat) Unser Kernen ist glücklich nach Zürich gelangt.
Zeilen 25–26
Schaffratenses rustici inquieti.
(lat) Die Bauern von Schafrath sind unruhig.

Transkription

Martius.
1
Nach Mittag ist Meßmer Diener zu mir
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kommen, vnnd berichtet, das es ihme mit
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der Fuohr der 60,5 Malter Frucht auf
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Zürrich, so er neüwlich für vnßer Gotts-
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hauß geladen, gar wohl ergangen:
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weilen aber im Hoof daselbsten die Sekh
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nit wohl können gelährt werden, sonder
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auf eine Seiten mit sampt der Frucht ge-
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stellt, hab er die Sek nit können mit
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sich zu ruk nemmen: wolle aber verschafen,
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daß kein langes Außbleiben erfolge: allein
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wegen des Sak-Zinß werde mann
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ihme begegnen müesßen. Ich fand
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hierinn die billichkeit, vnnd sagte, ich
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wolle derselben Zurukkunft erwarten.
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Der Abend war wider schön, doch beziehete sich
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das Gewülk vber den Himmel, vnnd
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liesße sich ein vnderluft merken etc.
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Den 14. Merz. (War Dominica Oculi) ist
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der Morgen wider gantz schön geweßen,
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bis gegen 8 Vhren, da der Himmel sich bezo-
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gen, vnnd wähete ein mithin zimmlich thön-
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ender VnderWind, worauß die Abend-
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erung des Wetters zumuthmasßen
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geweßen. Vmb 8 Vhren meldeten
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sich die Baltisperger, bauren auf dem
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einten Schafrater Hoof an, vnnd wolten
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wegen Erbauwung ihrer Güeter mit
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mir reden. Ich aber gab ihnen dermahl-
30
en

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