Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

5. November 1693 · Seite 38v · Scan 95
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[038v] 1693
Zeilen 15–16
Discedit Dominus Secretarius.
(lat) Herr Sekretär reist ab.
Zeile 19
Nix prima
(lat) Der erste Schnee.
Zeile 22
Nix 2.a.
(lat) Der zweite Schnee.
Zeilen 26–30
Pater Œonomus in Clingencell invitat Patrem Œconomum ad prandium. At is non vult comparere.
(lat) Pater Statthalter von Klingenzell lädt Pater Statthalter zum Mittagessen ein. Aber dieser will nicht erscheinen.

Transkription

November.
1
einer Viertel Stund ein Süpplin
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rüsten, welches wir mit Freüwden
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zusamen genosßen. Gegen halber
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1 Vhr kombt der Laggeÿ von Clingen-
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zell, auß befelch selbigen Herrn Statthalteren
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vnß widerumb zu einem Mittag Süpplin
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abzuholen. Ich aber entschuldigte mich, vnnd
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sagte neben schuldigem dank etc. habe ich der-
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mahlen schon gespißen; vnnd sie Herr Lehen-
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Vogt reißfertig, den ich expedieren müsße:
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so dann spath vnnd vngelegen: wünsche
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Herrn Statthalteren sonsten ein Heiligen Namens-Tag,
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vnnd trinke hier sein liebe Gesundheit,
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so er hofentlich wohl spühren werd mögen.
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Gegen 3 Vhren ist gesagter vnßer Herr Lehen-
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Vogt von hier wider ab, vnnd auf Diessen-
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hofen verreist.
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Den Tag hatten wir am Morgen zum ersten
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mahl ein weisßes Erdtrich von dem in
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der Nacht abgefallenem Schnee, der auch
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vast den ganzen Tag gebliben.
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Den 5. Novembris. War das Erdtrich widerumb frisch
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mit Schnee bedekt, vnnd zimmlich kalt.
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Gegen 9 Vhren kam Herr Statthalter von
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Clingenzell selbsten allhero, mich zu dem
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Mittag-Süpplin dahin invitierend. Ich
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entschuldigte aber mich von vilen Gescheften,
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welche den Tag mir zu verrichten obligen,
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vnnd bate vmb Entlasßung: so er endt-
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lich auch zugegeben, gleich wohl vast eine
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halbe-

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