Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

7. November 1693 · Seite 39v · Scan 97
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[039v] 1693
Zeile 9
Nix 3.a
(lat) Der dritte Schnee.
Zeile 14
Rabbæ condiuntur.
(lat) Rüben werden eingemacht.
Zeilen 23–24
Curatrix ad nos denique revertit.
(lat) Die Haushälterin kehrt endlich zu uns zurück.
Zeilen 26–27
Prædia fœudalia in Weckingen taxata.
(lat) Lehengüter in Weckingen werden geschätzt.

Transkription

November.
1
beklagt, vnnd begehrt, daß ich ihne ferners
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recommendieren wollte, damit er, so er
3
die Straf zuerlegen hinüber gehen werde,
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in Gnaden angesehen, vnnd die buosß in
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10 Tugaten aufs höchste verwendt werde.
6
Ich condolierte ihme, vnnd sagte, woll
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gern ihme ein Schreiben wider machen, soll
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mich nur wider mahnen.
9
Den 6. Novembris. War wider zimmlich kalt wetter,
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vnnd hatt der Morgen wider Schnee geben,
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von welchem das Erdtrich wider erweisßet,
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aber nit lang. Dann nach Mittag ist es besser
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worden, doch nit hell. Heüt machten
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vnßere Mägdt Gumpist Rüeben, wie
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mann sie zu heisßen pflegt, darzu sie
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12 Viertel Rüeben gebraucht, vnnd hoften
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diß in die Haußhaltung wohl dienen werde.
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Sie warden erst nechsten Tag darmit fertig.
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Den 7. Novembris. War der Morgen vnnd vast ganzer
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Tag vberal hell, vnnd schmilzte der Schnee
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gänzlich, so weit die Sonne ihne bescheinen
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mögen. Vmb oder gegen
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von ihrer langen Reiß wider allhero kommen etc.
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Kurtz vorhero erscheinten vor mir Joachim
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Held, als Trager des Lehens zu We-
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kingen, vnnd mit ihme Jacob Steüb-
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lin, mit vnderthäniger Pitt, disem lezteren
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sein

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