Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

5. Mai 1694 · Seite 197v · Scan 423
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Marginalie
[197v]
Zeilen 4–5
Harderi exinde motus et ira .
(lat) Die Aufregung und der Zorn des Harders darüber.

Transkription

Maius.
1
nommen) erlasßen per 1 Duggaten,
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vnnd vmb den fräfel soll er ein Tu-
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gaten buosß erlegen. Als dise mein
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Antwort ihme durch Caspar Weÿbel
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vberbracht worden, antwortete er, er
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belade sich des Holzes nichts, vnnd geb
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kein buosß, dann er vermeine, solche
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nit schuldig. Den 6. Maii schikte er den
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Caspar Weÿbel wider zu mir, vmb zu fra-
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gen, was endtlich ich schliesßen wollte.
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Ich antwortete, diß seÿe nunn mein
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endtlicher Schlusß, das er alles Holz
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(daß eÿchin aussgenommen) abtragen
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möge vnnd hinwek nemmen, darfür
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er ein französischen Thaler bezahlen soll,
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vnnd dann für den fräfel auch ein
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französischen Thaler. Als Caspar
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Weÿbel dis ihme vberbracht, ist er
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wider stark aufgebrunnen, vnnd ge-
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sagt, er woll das Holz nit, vnnd gebe
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kein buosß, seÿe auch keine schuldig.
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Ich resolvierte mich gänzlich von disem
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keines weegs zu weichen, dann er daß
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holz nit zu hauwen gehabt. Etc. Waß
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nunn weiters erfolgen werde, stehet
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zu erwarten.
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Den 5. Maii. Celebrierte ich vor 5 Vhren,
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darnach sizte ich bÿ dem Vendenbach in
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daß

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