Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

26. Dezember 1693 · Seite 77r · Scan 174
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Marginalie
[077r]
Zeile 1
1693
Zeilen 20–22
Festum Sancti Stephani, quomodo in nostra domo célebratum.
(lat) Wie in unserem Haus das Fest des heiligen Stefan gefeiert wird.

Transkription

December.
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dieweilen dißere Wochen nit ein Körnlin
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in die Schweÿtz gelasßen worden: Sie auch
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Herr Baron de Neveu dermahlen nit an-
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heimsch: hofe in desßen wider allherokunft
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die Verwilligung zu erhalten: Im fahl
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aber nichts ausszurichten, wolle er die Frucht
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zu Cell versilberen, vnnd daß Gelt für
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daß Rösßlin schiken. Mir war
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nichts auß allem Lieb, was er mir
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geschriben, vsßert daß ich hofte die ange-
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dingte Frücht zubekommen. Im fahl aber
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daß diße nit erhalten möchte, worde
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ich ehender mein Pferdtlin wider zuruk
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nemmen. Etc. Deren Meÿnung auch Herr
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Pater Marian mit mir geweßen.
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Im vbrigen hatt ein ieder auß vnß sich
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beflisßen, den heütigen Heiligen Tag wohl
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zuzubringen, als einzig bin ich sehr
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faul vnnd schläferig geweßen.
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Den 26. Decembris. Festo Sancti Stephani hab
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ich morgen gegen halber 8 Vhren celebriert,
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vnnd ist bÿ dißer meiner Mesß vast
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alles mein Hauß-völklin geweßen.
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Nach der Heiligen Mesß hab ich St. Stephans
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Seegen benediciert, vnnd allen darvon
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auß dem Kelch, in welchem ich celebriert,
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zu Trinken geben: so ihnen wohl beliebt,
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dann ich des besten rothen Weins dar-
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zu genommen. Herr Pater Marian ist
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heüt

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