Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

21. Dezember 1693 · Seite 74r · Scan 168
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[074r] 1693
Zeilen 25–26
Pater Marianus concionatur in Eschenz.
(lat) Pater Marianus predigt in Eschenz.

Transkription

December.
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hab doch ich ihme sein völligen Lohn
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abfolgen lasßen, vnnd ihne paar
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außzahlt etc. Desßen auch nit ge-
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denkt, das er ettliche Wochen krank
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darnider gelegen, vnnd Wir ihme vill
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aufwarten müsßen: in gleichem
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verschmirzend seine vnguete Wort,
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die er wider mich ettliche mahl vnbillich
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aussgestosßen, vnnd die Knecht auf-
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gewiklet, mir nit zugehorsamben;
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anderer mehreren Sachen zugeschweigen;
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darumb er verdient hette nit ent-
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lasßen, sonder wekgestosßena zu werden.
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Ich wolte aber nit, daß mann mir das
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wenigiste könte vbel nach sagen,
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sonder ehender einen grosßen Lohn auch
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einem Vnverdienten geben, als daß
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von mir gesagt müsste werden, ich habe
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am Lohn ihme etwas abgebrochen.
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Ist erst nach seiner Krankheit so sprüz-
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ig vnnd vnbändig worden: vorhero aber
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hatt er sich ieder zeit gantz ehrlich gehalten.
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Gott beglüke ihme alles, was ihme
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zu Leibs vnder der Seelen heÿl gedeÿet.
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Heüt ist Herr Pater Marian widerumb nacher
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Eschentz gegangen dorten zu predigen.
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Ich aber verbleibte, wie bis dato alle-
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zeit, bÿ Hauß. War sonsten
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zimmlich gut Wetter, aber frisch etc.

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert: "wekzu" durch "wekgestosßen" ersetzt.