Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

31. Dezember 1693 · Seite 80v · Scan 181
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[080v] 1693
Zeile 9
Nix et ventus.
(lat) Schnee und Wind.
Zeile 12
Hordeum tritum.
(lat) Die Gerste wird gedroschen.
Zeilen 16–19
Eschenzii per Burgimagistros felicem annum precantur, et duos Eymeros vini rogant.
(lat) Die Eschenzer lassen durch ihre Bürgermeister ein glückliches neues Jahr wünschen und bitten um zwei Eimer Wein.
Zeile 27
Conceduntur.
(lat) Diese werden ihnen zugestanden.

Transkription

December.
1
gereist: wirdt aber wenig gute Strasß
2
angetrofen haben, weilen der Wind
3
die gantze Nacht hindurch (die zwar
4
anfänglich gantz hell geweßen)
5
vill Schnee hin vnnd wider verstreüwt,
6
vnnd vnzweifenlich grosße haüfen
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mithin Zusamen geworfen.
8
Den 31. Decembris. Continuierte der Wind
9
vnnd warf vill Schnee widerumb auch
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vnder die Tächer: also das vnßer hauß
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widerumb voll worden. Heüt
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haben vnsere Tröscher die Gersten
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aussgetröschen vnnd von 254 Garben
14
vnß vber ihren Lohn des 13.ten Viertels
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noch 13 Malter 3 Viertel eingemesßen.
16
Gegen 10 Vhren seÿnd ankommen beide
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Hanß Bach Stabhalter vnnd Hanß Jacob
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dem ganzen Hochwürdigen Convent, absonderlich
22
aber mir ein glükseelig Neüw Jahr an-
23
gewünscht, vnnd vmb die dato auß
24
Gnaden zugegebene Neüwe Jahrs Ver-
25
ehrung der Zweÿen Eymer Wein
26
demütig angehalten. Ich be-
27
dankte mich des Neüwen Jahrs Wunsches,
28
vnnd wünschte ihnen hinwider alle
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Glükseeligkeit. So dann die 2
30
Eÿmer

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