Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

30. Januar 1694 · Seite 118r · Scan 262
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[118r] 1694
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Peregrinus Huober rursus petit servitium, et accipit.
(lat) Peregrin Huober bittet erneut um eine Indienstnahme und erhält sie.

Transkription

Ianuarius
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geben werde, darinn zu erfahren, ob seine
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Reeben im Rekholder Büchel in selbigem
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auch versezt geweßen: dann er gesinnet
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ein Stüklin Gelt auf selbige aufzunemmen,
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vnnd seiner grosßen Noth darmit hinhelfen.
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Ich hab derentwegen nächsten Morgen dem
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Stabhalter Hanß Bach die Kirchenlad Schlüss-
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el auf Burg zugeschikt, vnnd befohlen
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mit sampt selbigem Kirchen-Pfleger den
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brief zu suechen vnnd hinaußzunemmen.
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Auf den Abendt ist Peregrin Hueber vnßer
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vormahls gewester Laggeÿ ankommen (mit
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Statthalteren) vnnd suechte wider hier dienst.
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Ich hab ihnen vormahlen nit geschikt, sonder
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er hatt selbsten aufgekündt. Vnnd weilen
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er vor disem bis an die lezte Zeit ehrlich ge-
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dient, hab ich ihne wider angenommen, vnnd in
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den alten Lohn gesezt.
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Der heütige Tag war gantz still, rüehwig vnnd
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annemmlich, aber die Sonne liesße sich nie-
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mahlen sehen, sonder verbleibte allezeit mit
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dem Gewülk bedekt. In gleichem
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ware die Nacht ganz still, darinn doch we-
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gen etwas Herzen- oder brust-Wehe ich
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zimmliche vnruhe gehabt, die mir den Schlaf
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in etwas gebrochen, vnnd allerhand ge-
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danken erwekt.
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Den 30. Ianuarii. Am Morgen scheinte die Sonne schön
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hervor

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