Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

25. November 1698 · Seite 444r · Scan 917
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Marginalie
[444r] 1698
Zeile 5
Sed negatur.
(lat) Aber dies wird abgelehnt.
Zeilen 10–13
Apparitor Eschenzis ob capitositatem graviter redarguitur à Patre Oeconomo.
(lat) Der Weibel von Eschenz wird wegen seiner Eigensinnigkeit heftig von Pater Statthalter zurechtgewiesen.

Transkription

November.
1
diener kommen, Vnß auf künftiges S.
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Conradi Fest, nacher Gintelhart zu in-
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vitieren. Ich aber gab schriftliche Ant-
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wort, daß weilen ich nacher Hauß Reis-
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fertig, aufzuwarten keine Moglich-
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keit finde. Valedicierte beneben
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vnnd recommendierte mich Ihro Freyherrlich
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am Morgen etwas Geschefts vorzu-
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tragen: vnnd als ich hernach eines oder
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das ander von ihme erfragt, ver-
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meinte ich, daß er gar zu scharpff
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wider sein Schwächer-vatter seze: auch
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sich gar zu vngern in einem vnnd and-
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eren berichten liesße, sonder immer vnnd
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immer nur auf seiner Eÿgensinnig-
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keit verbleibe etc. Hab ich ihme dar-
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umb ernstlich (vnnd leider mit zimmlicher
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passion) zugesprochen, vnnd gesagt,
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daß er als ein Amptmann wiziger
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seÿn sollte, als aber er sich erzeige. Etc.
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Propitius sit mi Dominus, qui videns in oc-
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lo fratris festucam, in meis trabem non
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video.1 Er ist doch endtlich wider
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besßer getröstet abgescheiden.
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Den 25. Novembris. Wähete am Morgen ein
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kalter Vnderluft, so mich meine vor-
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habend Reiß sehr gemacht zuersorgen.

Anmerkungen

1 Es handelt sich um eine Anspielung auf Matthäus 7,3.