Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

7. November 1698 · Seite 426v · Scan 882
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Marginalie
[426v]
Zeile 1
1698
Zeilen 6–9
Ioannes Diener impedit expeditam advectionem brassicae ex Gruenenberg.
(lat) Johannes Diener verhindert die bereitgestellte Fuhr des Kohls aus Grünenberg.
Zeilen 23–25
Vitrum insigne frangit pedissquus.
(lat) Der Diener zerbricht ein kostbares Glas.

Transkription

November.
1
müsße es nit vmbsonste thuen etc. sonsten
2
hab ich dato wohl spühren mögen, daß
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zu Cell mann ein anderen nit gern
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beisst. Ich vermeinte heüt
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vnßeren Hauß-Knecht in Grüenen-
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berg zuschiken, den Kabis zurüsten:
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so war aber vnßer Johannes Diener der
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Schifmann dahin nit bereitet, sonder ver-
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meinte heüt vnnd Morgen sonsten
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sein Stüklin brodt zugewünnen. So
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ich auf sein einständiges Anhalten
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müsßen gestellt seÿn lasßen, aber anbe-
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fohlen, vnverweilt ein böttlin dahin
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zusenden, vnnd die Frauw Mueter desßen
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zuberichten, damit sie auch nit angesezt
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seÿen, weilen ich mit ihnen sonsten desset-
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wegen abgeredt hatte.
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Den 7. Novembris. Haben wir am Morgen
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schön hellen Himmel, in der tiefe aber
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diken Nebel gefunden. Alß ich heüt
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mich zur Mesß rüstet, vnnd den Mund
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zuspüelen frisch Wasßer erforderet,
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darzu daß gewohnete Schön geschnittene
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Quärtliges Glaß suechte an seinem Ohrt,
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fande ich es nit; schikte deretwegen
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zu dem Laggey, vmb zufragen, wo
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es hinkommen, vnnd daß er mir darinn
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frisch Wasßer bringen sollte. Da kam
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er bald, sein Schuld bekennend, das
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es gestert, als eben er auch zum Tisch
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wollen

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