Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

7. November 1698 · Seite 427r · Scan 883
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[427r]
Zeile 1
1698
Zeilen 13–14
Brassica ex Gruenenberg disponitur.
(lat) Der Kohl aus Grünenberg wird angeordnet.
Zeilen 19–20
Emuntur 900 pretio 36 Florenis.
(lat) Es werden 900 gekauft für einen Preis von 36 Gulden.
Zeilen 24–26
Urgentur etiam debitores in Gunzlezen etc. sed frustra.
(lat) Auch die Schuldner in Gunzlezen etc werden gedrängt, aber vergeblich.

Transkription

November
1
wollen Wasßer holen, in der Kuchi zer-
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brochen. Daß zu vernemmen, war
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mir ein grosße Freüwd, die ich ihme
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mit starkem Ernst geofenbaret,
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vnnd gesagt, er müsße es mir be-
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zahlen, oder ein anders hinzuthuen: dessen
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er ganz wohl zufriden geweßen,
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vnnd im vbrigen der Gnaden begehrt.
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Ach! Glük vnnd Glaß,
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Wie bald bricht daß!
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Daß Leben
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Musß sterben.
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Verwelkt wie Graß.
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Nach Mittag schikte ich in Grüenenberg,
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den Kabis zuordnen: so heür ganz
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teür, vnnd darzu nit wohl gerathen
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gewesen: ich müsste vmb ieden Fir-
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ling ein Florin bezahlen. Mann schikte
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mir 900 Stuk, bringte hier-
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mit der Summa 36 Gulden. Wirdt hir-
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mit noch vill kosten, bis er im Hauß
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zu Eynsidlen1 seÿn wirdt. Der
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Abend hatte etwas vngestümme, vnnd
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folgte ein zimmlich vnrüehwige Nacht.
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Dem Knecht hab ich befohlen, vnßere
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Schuld-Glaübige in Gunzlezen vnnd
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Horn der Bezahlung halben auch zuer-
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fordern: Treüwete ihnen, auf die
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Vnderpfand zuklagen, wenn sie innert
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14 Tagen nit werden mit mir kommen
31
die

Anmerkungen

1 Die Benediktinerabtei Einsiedeln liegt in der gleichnamigen Gemeinde im heutigen Kanton Schwyz. Sie wurde 934 gegründet und förderte 1602 die Gründung der Schweizerischen Benediktinerkongregation.Bibliografie