Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

16. Oktober 1698 · Seite 408v · Scan 844
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[408v]
Zeile 1
1698
Zeilen 15–17
Piscari facit rivo Pater Oeconomus.
(lat) Pater Statthalter lässt im Bach fischen.
Zeilen 28–29
Ratiocinia cum molitore etc.
(lat) Abrechnung mit dem Müller.

Transkription

October.
1
Rechten einigen inngrifa zuthun nit suechen,
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sonder nur daß ienige, was Recht ist etc.
3
Ich könte hierüber Herrn Landtvogt nit vn-
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recht geben: hinwider aber mich nit gnug ver-
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wunderen,daß die Herren Amptleüt sollten
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dise buesß erkennt haben, dennen doch
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das alte herkommen vnnd Gewohnnheit
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mehr als gnug bekant: sonderlich daß
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sie so vorschüzig, vnnd ein Straf er-
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kennen, ehe die Parthÿ verhört etc. Eß
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trift aber vnß nit einzig, sonder auch and-
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ere herrschaften, die sich nit so geschwind
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werden ergeben wollen, sonder bÿ alter
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ihrer Possession verbleiben. Worüber
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die Zeit zuerwarten. Heüt
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vnnd gestert hab ich in vnßerem born-
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hauser bächlin fischen lasßen, vnnd in
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zimlicher Quantitet kleiner Forellen
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gefangen, die ich aufbehalten etc.
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Auch den Tag vbergienge ich ein Theil
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vnßer Zinß-büecheren mit Stabhalter
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Hanß Bach: damit ich allgemach mich
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zu der Abreiß richtete.
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Den 16. Octobris. Ist am Morgen wider trüeber
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doch nit kalter Luft geweßen, vnnd der
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ganze Tag zimmlich frisch, auch selten
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ein Sonnenblik. Ich hab heüt vnseren
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Müller von Eschenz vor mich bescheiden,
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mit ihme etwas abzurechnen: hatt aber
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sich darauf nit versehen: wesßwegen
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ich ihme befohlen, auf Morgen bÿ früher
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Zeit

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.