Transkription
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Den 29. Augusti. Ist wider ein edler tag
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worden: scheinte doch am Abend, daß
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Wetter sich enderen wolle. Ist aber
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bald wider schön worden. Nach Mittag
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bin ich für die lang Weil auf Schaf-
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rat geritten, dahin ich etwas Zehendtes
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ab Rappenhof etc. einführen lasßen,
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damit daß Strauw dorten bleiben, vnnd
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hiemit das Gut erbesßeret möge werden.
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Den 30. Augusti. Ist wider ein ganz schöner Tag
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worden, von warmem Sonnen-Schein etc.
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Ich hab am Morgen ettliche Audientias gehabt,
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so mir vertriesßlich geweßen, doch ist
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es mit weniger Zeit hergangen. Gegen
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Mittag ist Herr Hoofmeister auß St. Catharinen
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Tahl zugeritten, vmb vnß zu valedicieren,
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weilen ihme gesagt worden, daß wir alle
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Ich lachte seiner, vnnd vermeinte, daß
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es desßen nit werth. Doch bedankte ich
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mich seiner Höflichkeit. Er speisste
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mit vnß zu Mittag, conversierte her-
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nach mit Herrn Statthalteren zu Clingen-
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zell vnnd mit mir bis vber 3 Vhren,
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da er wider auf Diesßenhofen geritten.
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Der Abend war ganz schön etc. Vnnd
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war zu Eschenz die Haber-Ernd
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in allem Handel. Wir machten
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den tag vnßer Korn auf, so wir
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auß 400 Garben ausgetröschen,
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bekamen darvon 18 Malter 10 Viertel,
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(darunder der tröscherlohn, daß 13te Vier-
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tel auch eingerechnet) also auß 100
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Garben