Transkription
1
dann sie mich flehentlich darumb gebetten,
2
vnnd versprochen, das sie sich mit der zahl-
3
ung gern gedulden werde. Etc. Mein! aWas
4
hette ich gegen der Armen Wittwen vmb Gottes Willen
5
nit sollen thuen?
6
Den 28. Iunii. Ist anfangs der Morgen zimmlich
7
gewolket geweßen, nachgends aber warm
8
worden. Ich hab gestert auf Anhalten
9
10
Eyer geschikt von vnßeren hüeneren, pittend,
11
vnß so vill von den ihrigen hinwider zuschiken,
12
Weilen sie etwas grosßere hennen hatten
13
als wir, hofend, also auch zu grösßeren
14
Arth zukommen. Bÿ eben selbiger
15
Gelegenheit, hab ich ein Kaz, welche ich ge-
16
stert erschosßen, vmb daß sie vnßere iunge
17
hüenlin angegrifen, dem balbierer vber-
18
brachtb, der zum oefteren schon vmb der-
19
gleichen Tierle, wann sie feisß weren,
20
angehalten, vmb von ihnen das Schmalz zu-
21
nemmen. Eß hatt dißer tagen
22
vnßer baur auf Schafrat ein Schäflin
23
mezgen lasßen müsßen, vmb das selbiges
24
(gedenke wohl von dem meisterloßen
25
Hirten-bueben) geschlagen, vnnd deret-
26
wegen nit lenger leben hette können.
27
Er hatt es mir zugesandt, so ich befohlen
28
aufzuhalten, künftigen Sonntag vnseren
29
diensten aufstellen zukönnen.
30
Heüt Morgen vmb 6 Vhren seynd 2 Leÿen
31
Brüder Ordinis Carmelitarum auß Tyrol ankomm-
32
men, mit ihren ordenlichen Credentialibus, eine
33
Steür