Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

16. Juni 1698 · Seite 324r · Scan 673
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[324r] 1698
Zeilen 15–17
Carruarii in Clingencell in subsidium missi.
(lat) Unser Karrer wurde nach Klingenzell zur Unterstützung geschickt.
Zeilen 23–24
Alii etiam subsidium ferunt.
(lat) Auch andere leisten Hilfe.

Transkription

Iunius.
1
mann mich gewekt, vnnd als ich hinunder
2
kommen, hab ich nit vill sonders Nachfragen
3
dermahlen halten wollen, sonder dem Karr-
4
er, welcher die Vngelegenheit gemacht,
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auß dem Hauß in den Rosstahl geschikt,
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dorten zu vbernachten, die vbrige aber
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auch befohlen einzuschlafen; bis am
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Morgen wollen wir etwann ein Richt-
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ikgkeit finden.
10
Den 16. Iunii. Ist daß Wetter still ge-
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wesen, doch wähete der Oberluft in
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etwas, ob wolte er wider Gut Wetter
13
machen: war doch meistes gewülkter
14
Himmel, bis in die Nacht. Herr Pater
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Statthalter zu Clingenzell, der mächtig
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beschäftiget ware, dem Ellend nach
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Möglichkeit zu succurrieren, bathe heüt,
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vnseren Karrer ihme zu Hilf zu-
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schiken, so ich gethan, wie sonsten wir
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desßen nothwendig hatten. Herr Pater
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Dietland vnnd ich spazierten nach Mitt-
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ag auch dahin, vnnd considerierten daß
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Ellend mit herzlichem Mitleiden etc.
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Eß waren dorten auch der Tüttsch auß
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dem Weÿerholz, der Morwÿler baur,
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vnnd der Thomalia ab dem Bühel, die
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mit ihren Fuhren beholfen waren. Die
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Scheür, welche mann abgebrochen, in
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den Kalcherer1 Aker zuführen, wohin
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Herr Statthalter vermeint, selbige bald
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wider aufzurichtenb. Mann müsste
32
doch

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
1 Die 1331 erstmals erwähnte und 1848 aufgehobene Zisterzienserinnenabtei Kalchrain lag in der Gemeinde Hüttwilen im heutigen Kanton Thurgau.Bibliografie