Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

12. Juni 1698 · Seite 319v · Scan 664
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[319v] 1698
Zeile 7
Tonitrua primum.
(lat) Zum ersten Mal Donner.

Transkription

Iunius.
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nung. Gleich nach 5 Vhren ist sonder-
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lich schier ein ganze Stund lang ein
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scheüwlichera PlazReegen gefallen,
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worvon die bäch allethalbenb erschrök-
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lich angelofen, die Strasßen stark ver-
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wäschen wordenc, vnnd alles, was eben ist, sehr
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vill vnder Wasßer kommen. Eß hatt
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darzwüschen auch etwas, doch nit streng
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getonderet: vnnd ist dißes das erste
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Mahl, daß ich heüriges jahr ein Tonderen
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gehört etc. Nach 6 Vhren ist alles wider
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still worden.
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Den 12. Iunii. Ist ein stiller, Nebliger vnnd
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vnlustiger Morgen, vnnd hernach trüber
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Tag worden: doch gegen 9 Vhren öfnete sich
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der Himmel zimmlich fein, gab starke Sonnen-
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blik etc. Weilen Herr Statthalter zu Cling-
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enzell neüwlich wegen des Tüttschen etwas
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Klags geführt: vnnd Hanß Volmann
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auf höfen in gleichem, auch gegen Herrn Statt-
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halteren selbsten, etc. als hab ich heüt (da
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wegen der Lutrischen Vfart vnßer Seits
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niemand nichts zuversaumen gehabt)
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ihnen ein Augenschein für spazieren auß-
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gekündt: bÿ welchem erschinen Herr Pater
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Statthalter zu Clingenzell, Weybel Traber,
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Hanß Volmann, vnnd Jacob Geüggis der
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burgermeister baur, auch vnßer Hauß-
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Knecht, endtlich vnßer Herr Pater Dietlandus
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vnnd ich etc. Alß nunn wir gegen deß
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Tüttschen

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.
c Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "worden" eingefügt.