Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

4. Juni 1698 · Seite 313r · Scan 651
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[313r] 1698
Zeilen 20–21
Dissuadentibus id famulis.
(lat) Die Knechte raten davon ab.

Transkription

Iunius
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derbt werden: welches vnßere Knecht
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gänzlich auch vermeint, vnnd deret-
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wegen diße Außlehnung mir ganz misß-
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rathen. Damit nunn ich nit praecipi-
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tierte, sagte ich dem bauren, er solle
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dem Stabhalter Hanß Bach sagen, ich
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möchte zu vor noch ein Wort mit ihme
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reden, dermahlen aber, solle er den Hagen
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im stahl stehen lasßen, derweilen er sonsten
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sich nit werde führen lasßen etc. Ist
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also er abgescheiden. Alß nunn
12
[...]a
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Den 4. tag. Am Morgen, der bÿ vnß ganz
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schön, warm, doch etwas gewulket ge-
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wesen, masßen der ganze vbrige tag
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auch gefolget) ist der heÿler am Morg-
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en bÿ früher Zeit, vast vmb halber 5
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Vhren hier gewesen, in Meÿnung vnseren
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sit venia Stieren zu verschneiden: damit ich
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aber nit præcipitierte, vnnd gegen der Gemeind
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ein Vnwillen erwekte, liesß ich vnseren
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Hauß Knecht nochmahlen vor mich kommen,
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der wider rathete mir wider auf ein neüw-
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es, den Hagen vnder die Eschenzer Härdb
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auszulehnen, mit schier gewüsßer ver-
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wehrungc, er werde vbel zugerichtet
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werden: vnnd seÿe der heyler würklich
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vorhandend, wenn ich nit liesß fortfahren,
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müsße ich ihme den Lohn vmbsonst für
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seinen

Anmerkungen

a Fehlender Nachtrag.
b Korrektur durch Autor im Text. Unsichere Lesung.
c Unsichere Lesung.
d Unsichere Lesung: evt. vornehmen.