Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

4. Juni 1698 · Seite 313v · Scan 652
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Zeile 1
[313v] 1698
Zeilen 22–29
Clitellarii Einsidlenses vinum arcessunt ex Eschenz. Pater Gerardus mittit caseum pro pelligribus mellinis tria c ipsi missis.
(lat) Pater Gerhard schickt Käse für drei ihm übersandte Dachsfelle.

Transkription

Iunius
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seinen Gang bezahlen. Weilen nunn
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Stabhalter Hanß Bach heüt nit kommen
3
mit mir desßetwegen zureden, wie ich
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gestert dem bauren gesagt: auch mein
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Geltlin nit gern vmbsonst dem heÿler
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ausseklen, vorauß aber kein solchea Ge-
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fahr, wie mann mir gemacht, im Hagen
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erwarten, sagte ich endtlich dem Knecht,
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daß ihnen vberlasßen wolle, zuthuen, was
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sie nuzlicher erachteten. Worüber der
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Hagen sambb einem jährigen verheil-
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et, vnnd also die Außlehnung abgewendt
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worden. Ich glaube, die Eschenzer
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Hirten-Treiber haben es alsobald ver-
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nommen, vnnd dem Kühehirten befohlen,
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iezt mit der Härd desto ofters in Schön-
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enberg zufahren, vnnd vnßerem Vÿch
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die Weyd zuschmäleren: so ich leiden
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müsßen, weilen er iezt frisch wider dahin
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gefahren, vnnd also vnß zu mortificieren
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gesuecht. In Gottes Namen. Auf
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den Abend ist vnßer Seümer wider auf
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Eschenz kommen, Wein zuladen, vnnd hatt vnder
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anderen Sachen, mir ein Käß von Herrn Statt-
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halteren gebracht, darumben ich ihme 3
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dachß-heüt geschikt, vnnd iezt die 4.te
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darzugelegt, pittend, mir vmb selbige
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2 Neüwe Geisß-Käßlin zu vbersenden.
29
Ich schikte bÿ dißer Gelegenheit auch
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fünf

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.
c Unsichere Lesung.