Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

2. Mai 1698 · Seite 289v · Scan 604
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–2
[17_289v] 1698 Choreæ ibi concessæ.
(lat) Dort wurde das Tanzen erlaubt.

Transkription

Maius
1
Trachten, bÿ welchen wir vnß lustig
2
gemacht. Nach Mittag liesß Herr Pater
3
Statthalter zu, daß das Volk in dem
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Höflin danzen möchte (ist zimmlich vill
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da geweßen: vnnd war ihr Gedanz
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vber al lächerlich etc.) vnnd schenkte
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Weind auß, wormit er ein paar-
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Geltlin zusamen gebracht. Gegen
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halber 4 Vhren ist mann vom Tisch auf-
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gestanden, vnnd die meiste Gäst, auch
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wir widerumb nacher Hauß gangen,
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vnß begleitet, vnnd dorten er zu Pferdt
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gesesßen, nacher St. Catharina Tahl reis-
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end: wir aber verrichteten vnßere
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Schuldigkeiten, namen ein kurzes Collaz-
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lin, beteten den Heiligen Rosenkranz, vnnd
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giengen zur Ruhe.
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Den 2. Maii. Ist ein stiller, halb gewülkter
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Morgen gewesen, ganz leidenlich vnnd
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lieblich: den tag durch scheinte mithin
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die Sonne Lieblich, aber gegen 4 Vhren
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beziehet sich der Himmel wider vberal,
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vnnd sprüzte gegen 5 Vhren hin vnnd
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wider nur Reegen-Staub etc. Herr Pater
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Dietlandus vnnd ich spazierten nach Mit-
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tag gegen der Papÿr Müllin, wo ich
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mit selbigem wegen etwas Geschefts,
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darumben mich Herr Jacob Labhart
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Statt-buchtruker zu Constanz er-
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suecht

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