Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

27. April 1698 · Seite 286r · Scan 597
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[286r] 1698
Zeilen 9–12
Pater Dietlandus in Clingencell moribundum Sanctissimis Sacrammentis providet.
(lat) Pater Dietland versieht einen Sterbenden in Klingenzell mit den heiligen Sakramenten.
Zeilen 16–18
Pater Oeconomus Officium divinum ibidem peragit.
(lat) Pater Statthalter hält dort den Gottesdienst.
Zeilen 25–28
Urgetur compositio decimarum in Schaffrat erga S. Gallum.
(lat) Es wird auf eine Einigung mit dem Kloster St. Gallen wegen der Zehnten in Schafferez gedrängt.

Transkription

Aprilis.
1
In der Nacht hierüber vmb 9 Vhren
2
stosste ein starker OberWind an, der
3
sich die Nacht durch ie lenger ie mehr
4
vermehret, vnnd
5
Den 27. Aprilis. Am Morgen, vnnd ganzen
6
Tag hindurch mit grosßem brausen
7
getoben etc. mithin halben Himmel ge-
8
macht, meistes aber mit Gewülk bezog-
9
enem gehalten. Gestert ist Herr Pater
10
Dietlandus nach Mittag auf Clingenzell
11
begehrt worden, ein kranken Persohn
12
zu versehen, weilen Herr Pater Statthalter da-
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selbsten nit bÿ Hauß ware: ist auch er,
14
vneracht der Himmel etwas Reegen
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gegeben vnnd vnlustig Wetter gewesen,
16
dahin gangen. Heüt bin ich dahin gangen,
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den Gottsdienst zuversehen, hab vermeint,
18
ein kurze Exhortation zuhalten, allein
19
ich scheüchte mich wegen der heiseren
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Stimm, so mir der starke Luft verur-
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sachet. Hab hiermit anders nichts ge-
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than, als Mesß geleßen, das Heilige Evange-
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lium des Sonntags, vnnd die fallende
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Fest dißer Wochen außgekündt etc.
25
vnnd gleich wider heim gangen. Caspar
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Weybel erbietete sich heut selbsten
27
nacher Stammen zugehen, vnnd bÿ dem
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St. Gallischen Amptmann sich anzumelden,
29
vnnd daß er verwichenena Mittwochen
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die Gegend der Zehendtbaren Güeteren
31
zu Reich-

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.