Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

11. März 1698 · Seite 261v · Scan 548
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[267r] 1698
Zeilen 4–6
Opponuntur ei argumenta in contrarium.
(lat) Es werden ihm Einwände gemacht.

Transkription

Martius.
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hatt er auf ein neüwes starke in-
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stantias gemacht, in vnßer herr-
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schaft eingelasßen zu werden, vnnd
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bÿer breÿen zu können. Ich
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machte ihme allerhand Obiecta, so
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gut ich könnte, vnnd sorgte sonder-
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lich, daß wann Eÿnsidlen1 ihme den
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Zugang schon verwillige, werde ein
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hochlobliches OberAmpt disputieren wollen,
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die Verwilligung bÿer zu breÿen
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dem Herrn Landtvogt, nit aber Eÿnsidlen
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gebühre. Wordurch wir vnßerseits
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nit cedieren könten, gleich wohl dar-
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umben ein kostbarliche Rechtfertig-
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ung anzustellen, schwär fallen werde.
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Wüsste also ich nit, wie es dermahlen
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anzugreifen, vnnd sonsten werde
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er noch fernere Anstösßa vnnd vn-
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kösten leiden, die etwann die gehabte
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Gedanken verleiden machtenb etc. Ver-
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meinte also ihnen zu persuadieren,
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des byer-breÿens sich gar zu müss-
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igenc: womit vnßer Recht salviert
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were, vnnd er viler Sorgen ent-
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hebt. Herr Zollikhofer wollte ab
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disem sich nit erschreken lasßen,
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sonder vermeinte, Eÿnsidlen könne diß
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ihme Verwilligung, ohne das darumb
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Herr LandtVogt müsste begrüesst werd-
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stark geendt, vnnd versicherte, daß
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im

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.
c Unsichere Lesung.
1 Die Benediktinerabtei Einsiedeln liegt in der gleichnamigen Gemeinde im heutigen Kanton Schwyz. Sie wurde 934 gegründet und förderte 1602 die Gründung der Schweizerischen Benediktinerkongregation.Bibliografie