Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

11. März 1698 · Seite 261r · Scan 547
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[267r] 1698
Zeile 4
Rationes pupillorum.
(lat) Abrechnung bezüglich der Waisenkinder.
Zeilen 12–14
Reverendus Pater Dietlandus suos in Clingencell venientes, salutat.
(lat) Hochwürden Pater Dietlandus trifft seine Verwandten in Klingenzell.
Zeilen 19–20
Pluvia nocturna glacies solvit.
(lat) Der nächtliche Regen löst das Eis auf.
Zeilen 28–30
Zollikhofer instat pro licentia coquendi cervisiam.
(lat) Zollikofer beharrt auf der Lizenz für das Bierbrauen.

Transkription

Martius.
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fiel mithin heüfig Schnee, so doch nur
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etwas weniges erweisßen mogena,
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aber bald wider vergangen, auch darauf
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wider ein feiner Tag worden. Wir
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halteten den Tag Vogts-Kindenb Rechnung,
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vnnd arbeiteten ernstlich, namen erst
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nach 12 Vhren ein Süpplin, vnnd ein
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Glaß Wein, sizten hernach gleich wider
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vber die Arbeit, bis gegen der Nacht, da
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wir erst Vnsere heütigen Gottsdienst
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vollendet, vnnd zu Nacht gespiẞen.
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Herr Pater Dietland spazierte am Morgen
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gegen 8 Vhren auf Clingenzell, wohin
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sein Freüwle Schwöster vnnd andere
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seiner Verwandten von Frauenfeld
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wahlfarteten: celebrierte dorten, vnnd
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begleitet sie hernach bis auf Mohr-
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wylen, vnnd kam darnach wider zuruk.
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Den 11. Martii fanden wir am Morgen
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ein ganz zartes Reegelin, vnnd nit
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kalt, also daẞ sich auf dem Erdtrich
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das meiste Yẞ verlofen: auf dem See
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aber haftete es fort, daẞ doch nach Mit-
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tag 2 Ledenen selbiges durchtringen
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mögen etc. Vnnd hatt es sich bis gegen
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dem Abend stark verlohren. Wir
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hatten heüt annoch Gescheft von Vogts-
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Kinden Rechnung, bis auf Mittag, da
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iusta mente, als wir eben wolten zu Tisch
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sizen, Herr Zollikhofer von Stein ankommen,
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den ich zu dem Mittag auch invitiert, vnnd
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hatt

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.