Transkription
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Den 9. Ianuarii. Streitete Anfangs der
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Wohn mit dem OberWind, vnnd fieng
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die Kalte wider allgemach sich erzeigen,
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also daß gegen dem Abend, als der Vöhn
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sich gesezt, der Bÿß-Wind sich angefangen
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merken zulasßen, vnnd ie lenger
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ie mehr zugenommen. Ich gieng
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vor Mittag nacher Eschenz, vnßere
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Spicher vnnd Keller zu visitieren,
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vnnd weilen der Aufzug in dem Wyrts-
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hauß vnnuz worden, ordnete ich dem
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Hernach bin ich zu Herrn Pfarherrn in daß
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Werd gefahren, mit welchem ich wegen
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seiner Schulden zu Frauwenfeld confe-
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riert etc. Bin gleich darüber wider nacher
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Hauß spaziert etc.
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Den 10. Ianuarii. Wähete der kalte Byß
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Wind ie mehr vnnd mehr, vnnd ist
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endtlich er nach Mittag sehr stark ge-
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weßen, vnnd noch sterker in der Nacht,
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welche er vnß mit seinem Brausen
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zimmlich vnrüehwig gemacht. Den
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Tag schikte vnß die Gnädige Frauw zu Kalch-
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beit von Krapflenen etc. Ich hinwider
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vbersandte ihren ein Häßlin, vnnd be-
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dankte mich etc.
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Den 11. Ianuarii. Continuierte der ByßWind, ward
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doch immer vnnd immer schwecher, bis in die
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Nacht: streichte gleichwohl beständig,
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vnnd machte kalt. Nach Mittag
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schikt ich auf Sonnenberg, bÿ selbigem
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herren