Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

6. Dezember 1697 · Seite 215v · Scan 454
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–6
[215v] 1697 Eschenzii audent prætendere etiam tributum à nostris famulis, sicut ab alienigenis.
(lat) Die Eschenzer wagen es, von unseren Knechten, als ob sie Fremde wären, eine Abgabe einzufordern.
Zeile 8
Sed contradicitur.
(lat) Dem wird widersprochen.
Zeile 17
Cedunt denique.
(lat) Schliesslich geben sie nach.

Transkription

December.
1
getragen. Wir endeten alles nach 11 Vhr-
2
en. Vnder desßen redte mann auch
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vom Sazgelt, vnnd wollten Sie daß
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auch von vnßeren Knechten, welche
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in der Mülli vnnd auf Schafrat seÿnd,
6
bezahlt haben, welches ich widerredt,
7
sagend, daß so lang sie nur Knechten-
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Weiß arbeiten, ihnen das Sazgelt zu-
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geben nit könne zugemuetet werden.
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Ein andres möchte seÿn, wann mann
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die Güeter ihnen verlehnen warde,
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da in Bedenken, das Lehen für Eigen
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gehet, wohl ein Gedanken darüber
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konnte gemacht werden. Sie wollten
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keines weegs daran, bis endtlich
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als sie gesehen, daß ich mich nit wolte
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dahin verstehen, liesßen sie es auch gelt-
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en, vnnd schreibten hiemita weder Schaf-
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rat, noch die Ober-Mülli in Rodel.
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Deß Neüwen Wÿrts aber wolten sie
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auch schon gedenken, vnnd daß Sazgelt
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ihme abforderen. Er hatt aber noch
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ein ganzes jahr zuwarten.
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Den 6. Decembris. Legte sich ein starker Nebel
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am Morgen frühe vmb vnß har, vnnd
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verziehete sich hernach in die Tiefe, so
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daß vnß der helle Himmel erschinen. Her-
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nach breitete er sich wider auß, vnnd
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machte vnß alles vnsichtbar: ver-
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bleibte auch also vast den ganzen Tag.
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Vnnd war sehr kalt. Den
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Tag

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.