Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

8. Oktober 1697 · Seite 175v · Scan 372
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Latein:
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[175v] 1697
Zeilen 10–12
Vindæmiæ in Freudenfels cœptæ.
(lat) Die Weinlese in Freudenfels wird begonnen.
Zeilen 29–30
Continuantur et finiuntur.
(lat) Sie wird fortgesetzt und beendet.

Transkription

October.
1
auf mornderigen Tag vnßere Vecht-
2
nauw abzuwimmlen: dahin dem Weybel
3
ein Zedel gesandt, ettliche fehlbare dahin
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zubefehlen.
5
Den 7. Octobris. Nach stürmiger vnrüehwiger Nacht,
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folgte ein nasßer vnlustiger vnnd ver-
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triesßlicher Morgen: Also das mit dem
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Wimmlen fortzufahren keine Möglichkeit ge-
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weßen: vmb 10 Vhren öfnete sich der
10
Himmel in etwas, dahero vnßere Leüt
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in die Reeben geschikt, in Gottes Namen
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den Anfang zumachen. Ist darüber mithin
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sehr warm Sonnen-Schein gewesen, aber ge-
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gen den Abend wider ein oder ander Mahl ein
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zartes Nebelreisßiges Sprüzlin gewesen,
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so aber nit vill thun mögen. Aber es wä-
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hete sonderlich gegen der Nacht wider ein zimm-
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lich ernstlicher vnnd kalter Luft, der vmb
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7a Vhren allen himmel Spiegel klar, vmb
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8 Vhren finster bedekt mit einem kreft-
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igen Reegen erzeigt. Ist auch die mei-
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ste Nacht also durchgangen.
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Den 8. Octobris. Ist ein ganz feiner, zwar etwas
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luftiger, doch nit kalter Morgen gewesen.
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Folgte darüber ein lieblicher Sonnen-Schein
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bis gegen 1 Vhren, darnach beziehete sich
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der Himmel, sprüzte zartlich ein vnnd
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andermahl ganz kurz, ohne Schaden,
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erstillete hernach etc. Wir endeten
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heüt vnser Wimmlen in der Vechtnauw,
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hatten

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.