Transkription
1
auf mornderigen Tag vnßere Vecht-
3
ein Zedel gesandt, ettliche fehlbare dahin
4
zubefehlen.
5
Den 7. Octobris. Nach stürmiger vnrüehwiger Nacht,
6
folgte ein nasßer vnlustiger vnnd ver-
7
triesßlicher Morgen: Also das mit dem
8
Wimmlen fortzufahren keine Möglichkeit ge-
9
weßen: vmb 10 Vhren öfnete sich der
10
Himmel in etwas, dahero vnßere Leüt
11
in die Reeben geschikt, in Gottes Namen
12
den Anfang zumachen. Ist darüber mithin
13
sehr warm Sonnen-Schein gewesen, aber ge-
14
gen den Abend wider ein oder ander Mahl ein
15
zartes Nebelreisßiges Sprüzlin gewesen,
16
so aber nit vill thun mögen. Aber es wä-
17
hete sonderlich gegen der Nacht wider ein zimm-
18
lich ernstlicher vnnd kalter Luft, der vmb
19
7a Vhren allen himmel Spiegel klar, vmb
20
8 Vhren finster bedekt mit einem kreft-
21
igen Reegen erzeigt. Ist auch die mei-
22
ste Nacht also durchgangen.
23
Den 8. Octobris. Ist ein ganz feiner, zwar etwas
24
luftiger, doch nit kalter Morgen gewesen.
25
Folgte darüber ein lieblicher Sonnen-Schein
26
bis gegen 1 Vhren, darnach beziehete sich
27
der Himmel, sprüzte zartlich ein vnnd
28
andermahl ganz kurz, ohne Schaden,
29
erstillete hernach etc. Wir endeten
30
heüt vnser Wimmlen in der Vechtnauw,
31
hatten