Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

8. Oktober 1697 · Seite 176r · Scan 373
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–2
[176r] 1697 Modicæ sunt.
(lat) Die Ernte ist mittelmässig.
Zeilen 6–10
Pater Œconomus in Vberlingen profectus cum debitoribus de solutione agit.
(lat) Pater Statthalter reist nach Überlingen und verhandelt mit den Schuldnern über die Bezahlung.

Transkription

October.
1
hatten etwas zu 8a Gelten mit Trauben
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wenig, aber ganz gut: mehr vnnd besser,
3
als ich immer verdient. Gott seÿe darumb
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in Ewigkeit gelobt vnnd geprißen. Ich
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reitete heüt Morgen vmb halber 8 Vhren
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von hinnen per Stein auf Vberlingen in
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Rieth, dorten mit Andreas Giger Spittel-
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bauren, vnnd Baschi Schmid wegen ihren
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schuldigen Zinßen abzurechnen. Kehrte
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bÿ gesagtem Giger zu (er ist aber erst
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nach einer Stund auß dem Veld an-
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kommen) der ein Küechlin, vnnd ein
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Trunk, so gut er gewüsst zubekommen,
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aufgestellt, mit mir gerechnet,
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vnnd aller Schuld völligb kantlich ge-
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weßen, auch versprochen ettliche Eÿm-
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er Wein an den schuldigen Zinß harzu-
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geben. Er erbietete beneben mir ein
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paar iunge Fehrlin, welche er per 3 Gulden
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das paar æstimiert, sagend, solche auf
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mornderigen Tag nacher Stein an
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Rhein zubringen, vnnd, im fahl ich sie
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nit wolle, zuverkaufen. Ich ver-
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sprach die Wahl darauß zunemmen etc.
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Nach demme ich bis vber 12 Vhr (ich
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bin aber schon vmb 10 Vhren dahin
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kommen) des Baschi Schmiden erwartet,
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er aber nit kommen, bin ich mit hinder-
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lasßung etwas geistlicher Wahren,
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wider fortgeritten: den Baschi Schmid aber
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auf der Strasß angetrofen, dem ich
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sein Rechnung vorgewißen, er aber
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ver-

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.