Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

6. Oktober 1697 · Seite 175r · Scan 371
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[175r] 1697
Zeilen 5–6
Vindæmiæ Clingencellenses.
(lat) Weinlese in Klingenzell.
Zeilen 19–22
Pater Œconomus Clingenbergensis mittit nobis aviculas.
(lat) Pater Statthalter von Klingenberg schickt uns kleine Vögel.
Zeilen 26–29
Dolia in Cell destinata pro vino censuali etc.
(lat) Fässer werden nach Zell bestellt für den Zehnt-Wein.

Transkription

October
1
ware, versprach er, selbige vngehindert
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folgen zulasßen. Ich gieng bald wider
3
nachera hauß, vnnd verbleibte den ganzen vb-
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rigen Tag vnder dem Tach: Vsßert gegen
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4 Vhren gieng ich zu Herrn Statthalteren
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zu Clingenzell in die Vechtnauw hin-
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under, vnnd fande, das er schöne reife
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Rothe Trauben hatte, vnnd waren auch
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die meiste weisße reif etc. Wie vill
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aber er endtlich Wein machen warde,
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wüssten wir nit zuschliesßen, doch
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hofete er 1,5 Fueder oder 50 Eÿmer.
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Den 6. Octobris. Ist ein frischer Morgen gewesen,
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ganz gewulket. Die Sonne möchte mit-
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hin etwas durchstechen etc. Nach Mittag
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fieng es an zu regnen, vnnd in folg-
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ender Nacht war ein zimmlich starker
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Sturm etc. Ich schikte den Tag ein
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Botten nacher Clingenberg, selbigen Herrn
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Statthalteren pittend, ein Schaaf-Scherri
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mir auf Schafrat zusenden. Er ant-
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wortete mir, daß nechsten Morgen
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iemand kommen werde, vnnd schikte mir
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darzu 3 duzet Finken. So mich
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nit wenig gefreüwt: dann solche
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Wahr bÿ vnß selzem etc. Ich
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ordneteb beneben wider Fasß nechstes
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auf Cell zuführen, darmit den dorten
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erwartende Schulden-Wein darinn
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geschüttet, vnnd allhero geführt möge
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werden. Ich ordnete in gleichem,
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auf

Anmerkungen

a Ergänzung durch Autor am Seitenrand. Rekonstruiert: "nacher" eingefügt.
b Unsichere Lesung.