Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

22. Juli 1697 · Seite 131v · Scan 282
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[131v] 1697
Zeilen 21–22
Dominus Decanus lustrat villam Schafrat.
(lat) Herr Dekan besichtigt den Hof Schafferez.

Transkription

Iulius.
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SS. Venerabile zutragen, vnnd das Ampt
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zusingen, verbleibte auch dorten bÿ dera
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Mahlzeit, vnnd auf den Abend kam er
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wider zu vnß zu Pferdt, so ich ihme entge-
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gen geschikt. Herr Pater Dietlandus vnnd
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ich giengen nach 10 Vhren, da das beichten
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ein End genommen, wider nacher Hauß, vnnd
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celebrierte ich erst dorten; war schon
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halber 12 Vhren, vnnd wartete Herr Decan
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vnßbc mit dem Mittag-Esßen, vnnd wohnete
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der Heiligen Mesß selbsten bÿ. Der
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Abend hatte etwas vnderlufts, war den
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Tag nit sonders warm, auch kein Reegen,
14
aber auch nit vill Sonnen-Schein.
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Den 22. Iulii. Festo S. Mariæ Magdalenæ conti-
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nuierte der Vnderluft, vnnd hatten
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wir trüeben himmel, daß doch mithin
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etwas helles mögen gesehen werden,
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vnnd ein oder ander mahl auch etwas ganz
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zarten Nebel-Riseten. Nach Mittag
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reitete Herr Decanus in Aufwart
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meiner auf Schafrat, vmb zusehen,
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wie selbiger Hoof bestellt, vnnd dar-
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umben Ihren Fürstlich Gnaden bericht zugeben.
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Er fande dorten, wie in gemein, das
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Korn dünn, anders wohl, vnnd sonder-
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lich vill Kirschi vnnd Obß etc. Dan
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auch daß Vÿch, Schaaf etc. in summa
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alles, was darzu gehörte, dermahlen
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in feinem Stand: einzig das Gebeüw
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schlecht vnnd blöd. Da also wir
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in

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert: "dem" durch "der" ersetzt.
b Unsichere Lesung.
c Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.