Transkription
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Den 7. Iunii. Nach still durchstrichener Nacht,
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folgte ein stiller Reegenlechter Morgen.
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Bis gegen 8 Vhren fieng sich der Himmel
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an zuöfnen, vnnd die Sonne lieblich zu-
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scheinen: verbleibte auch also bis in
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die Nacht, welche ganz still vnnd kalt ge-
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weßen. Herr Pater Marian spazierte
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Geschäften. Die herren zu
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Stein schikten nach Mittag ihren Raths-diener
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mit einem solemnischen Schreiben an mich,
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begehrten, daß den Jacob Brodtbeken
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(so sich etwas Arzneÿen zugeben
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vnderfangen mit schlechtem Effect, gleich-
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wohl daruber schmächliche Treüw Wort
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außgestosßen) befehlen wolte, sich zu-
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stellen, vmb selbige zuverantworten.
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Welches ich nit absagen können, sonder Gleich
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dem Rathsdiener ein brieflin an vnseren
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Weybel geschikt, ihme zubefehlen, das er
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sich auf bestimbten Tag zu Stein einfinden,
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vnnd was mann ihme vorhalten werde,
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verantworten solle. Hanß
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Yßler ist vor Mittag auch kommen mit
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mir vmb deß auf Schafrat vor jahren
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geschleizten Gebeüw, fründtlich abzu-
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machen. Wir könten aber nit alligklich
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eins werden, vnnd gieng er im Vertrusß
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von mir hinwek.
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Den 8. Iunii. War ein sehr küeler Morg-
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en, meistes halb hell, vnnd doch zartem
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dünnem Gewülk: darüber ein schöner
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Tag