Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

31. Mai 1697 · Seite 96r · Scan 211
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[096r] 1697
Zeilen 8–11
Ydem pacificam compositionem circa ius retracturae utiliorem censent.
(lat) Sie finden eine freundschaftliche Einigung über das Retraktrecht auch vorteilhafter.
Zeile 29
Pruina
(lat) Frost.

Transkription

Maius
1
Pfaüwin zufinden, masßen gesagter
2
Wyrz sich lengsten darumb ange-
3
meldt. Weilen aber beide Pfaüwin
4
mir hingerichtet worden, müssten
5
sie vnverrichter dingen wider zuruk.
6
Wir kamen auch in Discurs wegen deß
7
Streits vnßer Schifart, vnnd ver-
8
meinten beide, daß nuzlicher vnnd
9
förmlicher were, wann mann beider-
10
seits die Freündtlichkeit vornemmen
11
vnnd selbsten dem Handel ein Endschaft
12
machen könte. Ich antwortete,
13
daß meine Meÿnung hierüber lengsten
14
also geweßen: weil aber Stein gar
15
zu eng vnß einschliesßen wollen, seÿe
16
desßen kein Möglichkeit geweßen,
17
vnnd müesste mann in Gottes Namen
18
von Baden den Entscheid erwarten,
19
es were dann, das die Parthÿen sich
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beiderseits zusamen thuen, vnnd den
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Handel in Freündtlichkeit bÿlegen
22
wollten. Ich gab ihnen ein Glaß
23
mit branz, so sie lustig getrunken,
24
vnnd seÿnda darüber wider nacher Hauß gangen.
25
Auf den Abend kaltete der Luft sehr,
26
so daß mann auf Morgen nit vill gut-
27
es hofen wollen, vnnd ward der Himmel
28
meistes hell.
29
Den 31. Maii. Fanden wir am Morgen
30
schier durch vnnd durch ein zimmlich stark-
31
en Reifen. Waß nunn dißer für
32
ein

Anmerkungen

a Ergänzung durch Autor am Seitenrand. Rekonstruiert: "seÿnd" eingefügt.