Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

3. April 1697 · Seite 62v · Scan 142
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[062v] 1697
Zeilen 6–8
Ædificia cauponae in Eschenz reparantur.
(lat) Die Gebäude des Wirtshauses in Eschenz werden repariert.
Zeilen 18–20
Operariorum ex annonae abundantia multa insolentia.
(lat) Grosse Unverschämtheit der Arbeiter wegen der reichen Ernte.

Transkription

Aprilis
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sollen, dann ins künftig es niemand
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mehr werde gestattet werden.
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Den 2. Aprilis. Ist der Morgen meistes von zart
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bedektem Himmel geweßen, ganz milt,
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vnnd nit kalt. Nach Mittag gieng
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zusehen, was der Zimmermann Meister Vlrich
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Engeler bÿ dem Wyhrtshauß für Ar-
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beit machte; dann dorten der Kellerhalß
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der Vych- vnnd der Schwein-Stahl ganz
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ruinos waren, vnnd müsste ich mit disem
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Weßen zimmlich vill Kosten haben. Wir
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giengen bald wider zuruk etc. Eß
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duftete heüt der Himmel mithin, vnnd
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war zimmlich trüeb, aber nit kalt
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Wetter. Ich hab heüt ein
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Holzschröter angestellt, vnß ettliche
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Klafter Scheiter aufzumachen. Er
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sagte zu, gieng aber hernach vnwüss-
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end meiner vnnd aller der vnser-
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igen wider fort, vnnd sezte also mich an.
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Auß dißem, vnnd anderem mehr ist
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zusehen geweßen, wie das das ge-
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meine Tauner Volk wider so wohl
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satt worden bÿ disen wohlfeilen jahren,
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vnnd iezt nit mehr anderst, alß
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vmb grosßen Lohn dienen wolle etc.
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vnnd so mann ihnen nit gleich willfahrt,
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aufbinden.
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Den 3. Aprilis. Fanden wir ein trüeben,
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aber im vbrigen ganz lieblichen trostlichen
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Morgen, vnnd fieng auch mithin
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die Sonne zimmlich klar an zuscheinen.

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