Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

31. März 1697 · Seite 60v · Scan 138
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[060v] 1697
Zeilen 5–7
Pisces Domino Præfecto Rueplin, et in Sonnenberg missi.
(lat) Fische werden zu Herrn Obervogt Rüeplin und nach Sonnenberg geschickt.
Zeilen 15–17
Christianus Winz petit pavones pro Biberen.
(lat) Christian Winz bittet um Pfauen für Biberen.

Transkription

Martius.
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Den 31. Martii. War Dies Palmarum, ist
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die Kälte etwas ringer gewesen, als
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gester, doch nit vill, vnnd war der himmel
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meistes bedekt. Auch blasete etwas
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zimmlich frischer vnderluft, bis in
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die Nacht. Ich schikte heüt wider
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Eschenwert, sampt 1 paar brödtlina,
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ihne pittend, darvon auch der Frauw Mutter
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vnnd Herrn Landtamman zu participieren.
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Auch auf Sonnenberg ein paar Eschen-
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werth vnnd ein hechtlin etc. mich aller
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seits anbefehlend. Gegen dem Abend
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kam Meister Christen Winz ein Metzger der
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Statt Stein, iezmahliger Obervogt zu
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Biberen, begehrte (nach vilem fründt-
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lich- vnnd lächerlichem Vmbschweif) ob
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ich nit konnte ihnen mit einer Pfaüw-
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in beholfen seÿn, weilen verwichenen
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Winter ihren ein Pfäuwin, muthmass-
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lich von einem Fuchß zerrisßen worden,
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vnnd also einzig ein Pfauwen Mändlin
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vberbliben, welches hiermit vnnuz
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seÿe, wann es nit mit einer Pfäuw-
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in möge gebahret werden. Ich
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antwortete, daß verwichenen Sommer
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mir bÿ vnseren Pfauwen die erste
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bruet gefählt: die andere seÿe
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zwar recht ausgefallen, weilen
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aber sie gar zu spath hinauß kommen,
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haben die iunge die frühe Kelte
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nit erdauren mögen, sonder seÿen
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alle verrekt. Jezt habe ich noch ein
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paar Pfauwen, vnnd 2 Pfauwin,
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deren

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.