Transkription
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Den 29. Martii. Nach deme der kalte vnder-
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luft die vast ganze Nacht widerumb
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zimmlich ernstlich durchwähet, fanden
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wir am Morgen widerumb alles
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fort verfrohren, so das in das Veld
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zufahren bÿ vnß in der höche schier nit
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möglich geweßen, bis etwann gegen
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9 Vhren. Der Luft aber wähete beständig
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sehr kalt fort, bis in die Nacht, bÿ deren
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sich der Himmel ganz bezogen, doch nur
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zartlich, dann der Mond dardurch noch
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zimmlich Liecht gegeben.
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Den 30. Martii. Fanden wir am Morgen
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stillen, hellen, aber sehr kalten Himel,
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vnnd auf dem Erdrich alles steinhart
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gefrohren. Gestert vnnd heüt
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haben wir angefangen, Haber anzu-
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säen, vnnd den Anfang gemacht in
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dem Zelglin ob der Strasß, so heüt fert-
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ig worden. Dasa vndere war erst
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ein Theil vmgeakeret. Sonsten
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ist heüt Anfangs ein zarter Nebel
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vmb vnnd ob vnß ein kurzes gewesen,
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darnach ist der Himmel meistes hell er-
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schinen, aber, weilen ein kalter OberLuft
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gestrichen, wenig Wärme von der
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Sonne kommen. Doch war es nit so kalt,
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als gestert. Auf die Nacht ist
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der Himmel mit einem zarten Gewülk-
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lin bezogen gewesen; doch möchte der
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Mond sein Liecht wohl geben etc.