Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

31. März 1697 · Seite 61r · Scan 139
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[061r] 1697
Zeilen 17–20
Ægrè viderunt Steinii Patrem Œconomum nuper ex Wagenhausen ob epulo discessisse.
(lat) Die Steiner sahen nicht gern, dass Pater Statthalter neulich vor dem Gastmahl von Wagenhausen aufbrach.

Transkription

Martius
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deren einte erst 2 jährig, vnnd wüsse
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ich nit, ob sie heür brueten werde.
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Wann nunn sie verlangen, wolle ich
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ihnen ein paar folgen lasßen: wollen
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aber sie warten, bis junge hervor
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kommen, wolle dann ich von dennselben
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ihnen ein paar werden lasßen. Ich habe
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vor disem ihnen mit solcher Wahr ge-
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dienet, vnnd si mir hinwider. Wolle
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auch dermahlen ich ihnen wider gern
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dienen, vnnd gegen ihnen als ein treüw-
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er nachpar ehrlich theilen. Er
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bedankte sich des guten Willens, mit
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sagen, solches seinem herren anrüehmen
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wolle. Er ziehete beneben
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auch an, daß mann ganz vngern
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gesehen, daß ich neüwlich bÿ der
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Conferenz zu Wagenhausen (betref-
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end die Schifart) bÿ der ange-
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stellten Mahlzeit nit verbliben
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seÿe etc. Ich sagte, das es sich vbel
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geschikt, weilen wir im Haupt
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Handel streitig geweßen, vnnd nit
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können vnß vergleichen, daß ich bÿ
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der Mahlzeit verbleiben hettea sollenb: vnnd
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habe thuenlicher erachtet, heimzu-
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gehen. Verwundere mich, das ein lobliche
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Statt Stein solche vnkösten ihrer Fischer
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halben leiden wolle, da gleichwohl sie
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einiges Interesse nit haben: vnnd were
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von vnßer Seiten die Fründtlichkeit
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inderweilen lieber gewesen: da mann
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aber vnß nur auf einen drittel schieben
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wollen,

Anmerkungen

a Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "hette" eingefügt.
b Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert: "sollten" durch "sollen" ersetzt.