Transkription
1
beitete; wir müssten sie beide, vnnd zwar
3
wohl speißen vnnd tränken, vnnd dannoch 4
4
Gute Batzen bezahlen, vneracht er lenger nit, als halben
5
Tag gearbeitet. Ist wohl ein teürer Kür-
6
sener. Den Tag haben vnßere Tröscher
7
im Spicher ihr Pflegel henki erforderet, dann
8
sie gester außgetröschen, vnnd allerlei frucht
9
ohngefahr 140 Malter aufgemacht etc.
10
Der Abend ist wider sehr kalt, doch stiller ge-
11
wesen.
12
Den 23. Februarii. Ist ein meistes bedekter, kalter
13
Morgen geweßen, vbriger Tag meistes hell
14
gebliben. Ich nam vmb 9 Vhr ein Früe-
15
Stüklin, reitete hernach auf Frauwenfeld
16
zu Herrn OberVogt Rüeplin, mich mit ihme wegen
17
vnßer vorstehendem Schifart-Geschäft zu vnder-
18
reden, vnnd war ich gesinnet, noch disen Abend
19
zu den Herren Amptleüten zukehren, so Herr Obervogt
20
vnnötig befunden, vnnd vermeinte, solches besser
21
auf nechsten Tag Nach Mittag verschoben solle
22
werden. Darüber ich auf Sonnenberg ge-
23
ritten, wo ich vmb halber 5 Vhren wohl an-
24
kommen, fründtlich empfangen, vnnd ganz
25
wohl gehalten worden: Ich bathe Herrn Statt-
26
halteren, mir ein warme Suppen rüsten
27
zulasßen, weilen theils lang gefastet, theils
28
die Kalte mir stark zugesezt, vnnd eines
29
behilfs im Magen nöthig zuseÿn erachtet.
30
Eß war ein kalter, stiller, ganz Spiegel
31
heller Abend, vnnd senkte sich allgemach
32
ein zarter kalter Nebel in dem Tahl.
33
Den 24.