Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

25. Februar 1697 · Seite 37r · Scan 91
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[037r] 1697
Zeilen 13–15
Famulus currualis ab equi morsu graviter læsus.
(lat) Der Fuhrgehilfe wird durch einen Pferdebiss schwer verletzt.
Zeilen 28–31
Pellio Steinius reparat Reverendo Patri Dietlando togam pelliceam.
(lat) Der Kürschner von Stein flickt den Pelzmantel von Pater Dietland.

Transkription

Feburarius
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dermahlen niemanden schiken, hofend Herr Ober-
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Vogt Rüepplin neben mir hier zu gnug-
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samb seÿn werden etc. Mir ist
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ganz gewüsß, daß ich zu solchem Handel
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gar zu schwach, vnnd vnerfahren:
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wann iedoch der Heilige Gehorsamb es also be-
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filcht, musß ich mich bequemmen. Heüt
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seÿnd vnßere Karrer auf Eschenz gefahr-
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en, dorten auß der Zehendt-Scheür etwaß
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Strauws vnnd Güsels abzuholen. Vnnd
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als sie geladen, vnnd die Pferdt wider ein-
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spannen wollen, ist das Vor-Rosß, ein
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schwarzer 5 jähriger Kohli etwas muet-
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ig worden, den Vnderkarrer an seinen
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Waden ernstlich, mit den Zähnen gezwikt,
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endtlich vast daß ganze bein ergrifen,
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geschüttlet, hin vnnd wider gerisßen vnnd
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gezehrt, daß, vneracht der andere Karrer
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ihme gleich zu hilf kommen wollen, er an
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selbigem bein vbel zugericht worden,
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vnnd nothwendig in das Wÿhrtshauß
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geführt, dem balbierer (den sie Vor der
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Brugg abholen lasßen) vbergeben müssena
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werden, vnnd also der Karrer einzig
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heimfahren. Mir erzellte diser daß
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geschihtb alsobald: war mir innigklich
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leid, vnnd befahl gleich, daß mann ihne
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wohl verpflegen solle. Den Tag hatte
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ich den Meister Rudolf am Bühl in vnserem
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Belzrok in etwas zuverbesßeren. Er
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hatte sein Sohn bÿ sich, vnnd einzig er Ar-
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beit

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.