Transkription
1
kurzes mit ihnen die Nacht-Collation ein,
2
bÿ welcher wir von der starken Äempter
3
Enderung in vnserem Gotthauß1 vill ge-
4
redt, vnnd endtlich zur Ruhe gangen.
5
Diser Abend war still, aber in der Nacht fieng ein
6
zimmlich starker Luft an zu wähen, vnnd auch
7
der Himmel etwas Wasßer geben.
8
Den 28. Octobris. Valedicierte ich durch Schreiben
9
10
11
ich, vnnd gegen 11 Vhren sezten Wir vnß zum
12
Tisch, da ich ganz wohl gehalten worden: vnnd
13
stellte mir Herr Statthalter so gar die Lerchlin
14
auf, welche ich gester mit mir von Freüwden-
15
fels gebracht vnnd ihme verehrt hatte.
16
Vmb 2 Vhr reitete ich von dannen, mit sonderem
17
Trost, vnnd begleitete mich der Grichts-
18
19
Pferdt, welches ich billich für ein Ehr haben
20
sollen. Vmb 4 Vhren kam ich zu Denniken
21
glüklich an, wo ich erfahren, das meine vnnd
22
anderer vnßer Herren Abenderung vill
23
mehr, als ich gewüsst, bekant ware. Ver-
24
richtete meine Schuldigkeiten, ward darnach
25
zu der Frauw Abbtÿsßin, meiner Liebsten Schwöster,
26
beruefen, mit deren ich bis gegen halber 6 Vhren
27
conversiert, vnnd dann zu dem NachtEsßen
28
gangen. Bÿ disem befanden sich die alteFrau
29
Mueter, vnnd Frau Magdalena auß dem neüw-
30
lich in Grund erbärmlich eingeäscherten Kloster