Transkription
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sonsten mein vnpäsßlichkeit mir verursachet,
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durch selbiges nit gedempt worden, vnnd war
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ich zu einiger Speiß nit gelustig, aber zu
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Trinken hatte ich mehr Begird. Darzu
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mir die fromme Klosterfrauwen mit einem
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gar edlen rothen 86er Wein beholfen geweßen,
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der mir gar wohl zugeschlagen, vnnd zwar
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den durst nit erlöscht, iedoch meine Glider wider
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wohl aufgemunteret.a Aber in Speiß möchte ich
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nit vill thuen, dann der Lust mir alligklich ver-
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gangen,b derentwegen ich auf starkes zusprechen
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etwas gar weniges zu mir genommen, aber mit
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wenigem Lust, vnnd freüwete mich eher,
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fein frühe zur Ruhe zu gehen; wie dann ich
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gehalten, vnnd mich vor 8 Vhren vnder die Feder
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gemacht, vnnd so gar vbel nit geschlaffen,
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aussert das ich zum anderen Mahl müsßen
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aufstehen, dem durchlauf S. V. den Weeg zuc
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lasßen. [...]d
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23. Maii. War ich wider zimlich frühe, cele-
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brierte gegen halber 6 Vhr, nam hernach ein
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Löfel voll Brühe, bezahlte 1 Pfund Pisquit,
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gab gebührende Leze, vnnd reiste widerumb
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bÿ guetem Wetter allhero, da ich vmb halber
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11 Vhr ankommen, vnnd darnach mit Herrn Pater
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Antonio Statthalteren zu Sonnenberg, denn
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ich hier zu zimmlichem Trost angetrofen,
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zu Mittag gespißen. Ich befande mich sehr
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blöd den Tag, iedoch sahe es ihmgleiche, ob es
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besßeren wollte. Thate aber den gantzen Nach-
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Mittag wenig nutzliches, vnnd verweilete
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mich in allerhand ehrlichen Sachen, bis auf den
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Abend, da erstens mit Herrn Patri Antonio die Metti
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gebetten, xxxf demnach zu
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Tisch