Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

29. Oktober 1689 · Seite 137v · Scan 280
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Marginalie
[137v]
Zeile 1
1689
Zeilen 14–17
Illustrissimus consultat cum suis Patribus, an bona Freudenfelsiana non sint potius elocanda?
(lat) Ihre Fürstlich Gnaden berät sich mit seinen Patres, ob es nicht besser sei, die Güter in Freudenfels zu verpachten.

Transkription

October
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haben vnßere Herren Zu Hoof den Tisch gefür-
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deret, vnnd so lang nit warten wollen: darbÿ
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Wir beide auch geweßen. Nach demme Wir
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fast fertig, kam endtlich Herr Decan, demme
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wir nachgendts, da er nach vnß Zu tisch ge-
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sesßen, bestes aufgewartet.
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31. Octobris. Vermeinte ich, Ihre Fürstlich Gnaden wolten
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Consilium, darvon Sÿa mir gesagt, halten, ist
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aber den tag nichts darauß worden.
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Sÿb hatte zwar Sambstag den 29. Octobris ett-
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liche Patres zusamen beruefen, vnnd ihnen
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weitleüfig vorgetragen, wie das die herr-
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schaft Eschentz vnnd Freüwdenfels ein grosße
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Haußhaltung hette, vnnd in 800 Florin auß
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dem Ampt diß jahr in die Haußhaltung ge-
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zogen habe: derentwegen in Gedanken ge-
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fallen, ob nit selbige Güeter, was zu dem
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Schlosß Freüwdenfels gehörte, möchten vnnd
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sollten verlehet werden. Die Anwe-
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sende Patres vermeinten, mann sollte thun,
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was zum nutzlichsten: allein war niemand,
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der resolvieren könnte, welches das beste
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seÿn wurde: vnnd sagte ich, einem Statthalter
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were es zu grosßer Ruhe, ob aber auch der
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Nutzen vmb vill grösßer sein werde, daß
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stehe zu erwarten, vnnd were zu probieren.
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Ihr Fürstlich Gnaden aber vermeinten, wann
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die Güeter könnten verlehet werden,
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könnten alsdann beide Haußhaltungen
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Sonnenberg vnnd Freüwdenfels in
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eine

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.: "Sÿ" eingefügt.
b Korrektur durch Autor Unsichere Lesung: "Z" durch "Sÿ" ersetzt.