Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

29. Oktober 1689 · Seite 138r · Scan 281
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Marginalie
[138r]
Zeile 1
1689
Zeilen 3–5
Videtur difficile, ut Domesticatio in Freudenfels plene solvatur.
(lat) Es scheint schwierig, die Haushaltung auf Freudenfels vollständig aufzulösen.
Zeile 25
Maxime ratione subditorum.
(lat) Besonders wegen den Untertanen.

Transkription

October
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eingezogen, vnnd hiermit jährlich ein namm-a
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haftes erspahrt werden. Es zieheten
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darüber ettliche vnßerer Patrum den han-
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del in ein starkes bedenken, ob möglich,
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daß zu Freüwdenfels die Haußhaltung
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gäntzlich möchte aufgehebt werden, in
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bedenken, daß, wann gleichwohl ein Statt-
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halter Zu Sonnenberg residierte, iedoch
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zu gewüsßen Zeiten, vnnd zwar oft im
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jahr sich müsste zu Freüwdenfels einfin-
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den, dorten ettliche tag verbleiben etc. in
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welchem fahl kein Ohrt für ihne anderst,
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als im Wyhrtshauß könnte vorbehalten
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werden, welches nit wenig kosten, vnnd
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sonsten beschwärlich vorfallen wurde etc.
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Neben demme kommen die Seümer vill mahl
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dahin, dennen mann die Keller öfnen, ihnen
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Speiß vnnd Trank ordnen, vnnd anders pro-
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vidieren müsße; vorauß aber, wann
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kein Haußhaltung zu Freüwdenfels im
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Schlosß mehr seÿn sollte, were folgendts
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nit so vill Vÿch, ergo nit so vill Bauw:
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ergob könnten die Güter nit so wohl gebauw-
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en werden etc. ergo müssten sie nothwend-
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ig starken Abbruch leiden etc. In
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gleichem sorgte mann, so ein Statthalter
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nit in Persohn allda beständig sizen sollte,
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wurden die Vnderthanen darbÿ nit wenig
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versaumbt, da sie wenig Hilf in ihren An-
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gelegenheiten von der Herrschaft haben
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könten

Anmerkungen

a Texteingriff durch Edition: "namm" durch "namm-" ersetzt.
b Unsichere Lesung.