Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

27. November 1698 · Seite 447r · Scan 923
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[447r]
Zeilen 1–3
1698 Discedunt ex Denniken.
(lat) Sie reisen aus Tännikon ab.
Zeilen 7–8
Via nivibus plena difficilis.
(lat) Die schneebedeckte Strasse ist schwierig begehbar.
Zeilen 16–18
In Turbenthal quiescunt paululum.
(lat) In Turbenthal ruhen sie ein wenig aus.
Zeilen 26–27
In via aberrant.
(lat) Sie kommen vom Weg ab.

Transkription

November.
1
vnnd gegen 6 Vhren sezten Wir vnß auf
2
die Pferdt, reiteten bÿ noch ganz finst-
3
erem Luft hinwek, hatten aber ein Weeg-
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weiseren der vnß bis gegen Seel-Matt
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geführt, da wir dann vnß wohl er-
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kennen können, gaben dem Weeg-weiser
7
15 Kreuzer vnnd reiteten den Sommer Weeg
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in daß Turben-thal bÿ sehr vertriess-
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licher Strasß, dann wir müssten vast
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durch vnnd durch den Schnee brechen,
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vnnd wo sonsten ofene Strasß were,
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hatte es der Löcher so vill, das wir
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ehender den Schnee brechen, als aber in der
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Strasß reiten wollen. Wir seÿnd
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endtlich in daß Turbenthal glüklich vor
16
8 Vhren kommen: seÿnd dorten abgesessen,
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haben vnß in der Stuben gewärmet, vnnd
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den dieneren ein Trunk, den Pferdten
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aber etwas brodt geben lasßen, vnnd
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dem wirten ein Ÿsßen, welches bloß noch
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hangete, wider anzuschlagen. Saumbten
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also vnß ein halbe Stund. Wir fragt-
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en den Wÿrthen die Sicherheit der Strasß,
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der weisste vnß der Thöß nach auf
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Lauwburg dahin vnß die Karren-
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leiß richtig weisen werde. Wir fahrt-
27
en also fort, die diener aber giengen
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auf Wylen, vnnd meistesa den Sommer
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Weeg, fanden diesen Schnee fort vnnd
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fort

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.