Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

22. November 1698 · Seite 442r · Scan 913
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Marginalie
[442r]
Zeile 1
1698
Zeilen 3–6
Preco ab Burg salutat Reverendum Dominum Resignatum. Prandet nobiscum.
(lat) Er nimmt mit uns das Mittagessen ein.
Zeilen 8–9
Petit donationem Vini decimalis.
(lat) Er bittet um eine Schenkung von Zehntwein.
Zeilen 13–14
Conceditur, cum obli gatione Reversalium.
(lat) Es wird ihm zugestanden, unter der Bedingung, dass er einen Revers ausstelle.
Zeilen 20–22
Vacca et porcus mactantur in usum domesticum.
(lat) Eine Kuh und ein Schwein werden für den Hausgebrauch geschlachtet.

Transkription

November.
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pitterlich angefangen zu weinen. Gleich
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darnach ist auch Herr Pfarrer ab Burg
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kommen, welcher erstlich gegen mir, nach-
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gends auch gegen Herrn Resignato sein Comple-
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ment abgelegt, der ihnen auch zu dem
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Mittag-Esßen eingeladen, so er mit vnß
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genosßen. Herr Pfarrer haltete
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an, ihme den ZehendtWein ab den Pfär-
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lichen Reeben zuschenken zur Leze. Ich
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antwortete, so er mir ein Revers gebe,
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daß dise donation ein wahre Donation
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seÿe, vnnd auß Gnaden, ohne Consequenz,
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wolle ich es gern zugeben, pro hac vice.
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Ins künftig aber, wann er des Zehend-
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es geniesßen wollte, soll er anhalten.
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So er ganz gern angenommen, vnnd ein
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Revers zuschiken versprochen. Auch her-
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nach im Werk erstatteta. Vnnd ligt
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der Revers in dem Archyvio zu Freüwd-
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enfels. Den tag haben wir
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ein sit venia Küelin vnnd Schweÿn gemez-
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get. Daß Küelin war zimmlich mager,
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daß Schweÿn aber ganz gut: vnnd hatte
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hiermit der Neüwe herr ein guten
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Einstand zumachen etc. Wirdt bald
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wider mezgen, vnnd also das hauß für
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ein jahr ganz wohl versehen können.
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Auf den Tag schikte ich am Morgen in der Frühe
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mein arm haußrthlin, welches ich sambt
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ettlichen

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.