Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

20. November 1698 · Seite 439v · Scan 908
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[439v]
Zeilen 1–3
1698 Pater Oeconomus valedicit communitati.
(lat) Pater Statthalter verabschiedet sich von der Gemeinde.
Zeilen 8–11
Respondet Stabhalterus, et pro iudicibus haustum postulat.
(lat) Der Stabhalter antwortet und fordert einen Trunk für die Richter.
Zeilen 18–20
Regulae tavernales oblitae resuscitari.
(lat) Es wird vergessen, die Regeln betreffend die Wirtshäuser in Erinnerung zu rufen.

Transkription

November.
1
Bÿ Endung der Gemeind hab ich abge-
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gnadet, weilen wider in das Gottshauß
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beruefen seÿe; vnderdesßen aber verord-
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nete ich den Stabhalter Hanß Bach, die Stell
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der Herrschaft, bis auf weiteren befelch
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zuversehen, vnnd allen den ienigen Gewalt
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zuhaben, als wenn die herrschaft selbsten
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gegenwertig were. Als hernach er
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Stabhalter Bach im Namen einer ganzen
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Ehrsamben Gemeind abgedanket, vnnd diser
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sich gesönderet, seÿnd die Richter müsig
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gebliben, vnnd haben mich vmb ein Valete
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Trunk angeredt. Was wolte ich anderst
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thun, als consentierte in Gottes Namen, vnnd
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befahl ihnen ein Eymer Wein zugeben.
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Den sie hernach Festo S. Catharinae erst ab-
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forderen lasßen. Ich hatte vbel ver-
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gesßen, den Tafernen-briefa vor der Gemeind
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abzuleßen, daß sonsten ich ernstlich gewillet
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ware. Vnnd also hernach, als ich eben
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auß dem hauß, vnnd zu Pferdt sizen
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wollen, erinnerten mich die Wÿrth dessen,
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da ich erst daran gedenkt, vnnd dem Weybel
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in bÿseÿn der Wyrthen vnnd anderen anbe-
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fohlen, laut des Tafern-briefs zu ver-
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fahren, vnnd selbigen bÿ dem buchstaben
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zuhalten. Ich reitete hernach auf
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Freüwdenfels (der Himmel sprüzte
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vnderdesßen ein zartes Reegelin) vnnd
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als ich zu Hanß Freÿen des Felimanns
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Hauß kommen, fragte ich, wie endtlich
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sie

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.