Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

11. November 1698 · Seite 431r · Scan 891
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Marginalie
[431r] 1698
Zeilen 5–8
Ioannes Diener expetit haustum iudicibus, sed importune.
(lat) Johannes Diener bittet um einen Trunk für die Richter, aber es kommt ungelegen.
Zeile 19
Frigus intensum.
(lat) Starke Kälte.
Zeilen 24–26
Pater Oeconomus cum Domino Ryeplin in Schaffrat abit.
(lat) Pater Statthalter geht mit Herrn Rüpplin nach Schafferez.
Zeilen 28–29
Eo accedit etiam Dominus Landscriba Reding.
(lat) Dorthin gelangt auch Herr Landschreiber Reding.

Transkription

November
1
70 Florin vnnd ein Thaler Trinkgelt etc. So
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er nit annemmen wollen, vnnd seyndt wir
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alos vnverrichter dingen von ein anderen
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gangen. Eß ziehete auch Johannes
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Diener etwas an von einem Trunk, so
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er vermeinte, ich ihnen zur Lezi geben
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sollte. Weilen aber er ganz vnförmlich
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daher geplappet, hab ich simuliert, ob
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es nit höre: bin also mit Herrn OberVogt
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Ryeplin wider zu Pferdt gesesßen,
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vnnd auf Freüdenfels finster
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Nachts geritten, wo Reverendus Dominus Resignatus
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zell schon am Tisch ware. Wir
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sezten vnß zu ihnen, bis gegen 9 Vhren,
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vnnd giengen erst gegen 10 Vhren
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zur Ruhe.
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Den 11. Novembris. Ist ein grimmig kalter
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Morgen vnnd Tag, gleichwohl meistes
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hell geweßen, dann der Oberluft wä-
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hete sehr stark, vnnd machte alles
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sehr gefrohren vnnd kalt. Nach dem
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ich Reverendo Domino Resignato zu Althar gedient,
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hab ich mit Herrn OberVogt Ryeplin ein
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Früestüklin genommen, vnnd bin hernach
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mit ihme auf Schafrat geritten, wohin
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Dorten Er vnnd wir den in gütlin
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abgebrochenen Marktstein ausgegraben,
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vnnd hinwider ein anderen nemmen
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im alten

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