Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

11. November 1698 · Seite 431v · Scan 892
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[431v] 1698
Zeilen 2–3
Saxa terminalia eriguntur, revidentur.
(lat) Grenzsteine werden errichtet und überprüft.
Zeilen 17–20
Praefectus in Steinegg frusta conatur extendere fimbrias c suae dynastiae.
(lat) Der Landvogt von Steinegg versucht vergeblich, die Grenzen seiner Herrschaft auszudehnen.

Transkription

November.
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im alten Loch aufgerichtet. Ein anderen
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vnweit vom Lachen-brünnelin, so am Egg
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des Walds stehet, wider aufzurichten
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beholfen etc. Vnnd weilen Herr Landtschreiber
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dato nit gewüsst, wie weit die hochheita
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ihre Gricht hette, hatt er mir hinder-
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lasßen, selbige gelegenlich zubeschreiben,
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dahin er mir ein Schriftlicheb information
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zugeben, sich erbetten, ich hinwider ihme nach
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Kreften, so lang ich noch da were, zu-
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dienen versprochen. Ich hab am
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Morgen einen Expressen auf Steinegg ge-
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sandt, selbigen Herrn Obervogten dißes
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Vndergangs zuberichten, dann er es also
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neüwlich gegen mir begehrt, vnnd ist
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er auch erschinen, vnnd praedtendiert, daß
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dißer Markstein seinen Gnädigen Herren zustehen,
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auch sonderlich das Güetlin nit in Eschenzer,
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sonder seinen Gerichten gelegen. Mann hatt
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aber ihme die 2 Rappend heiter gewisen,
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am alten Stein, auch in alter Zehend-
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Marken beschreibung probiert, das daß
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Güetlin in Eschenzer Grichten gelegen.
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Sein Argumentum ware: die Eschenzer
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Gericht gehen nit weiter, als der Zehendten
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im Güetlin aber nemme nit Eschenz, sonder
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Stammen den Zehendten, also werde auch daß
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Güetlin auf Stammen in die Gricht gehören.
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Wir antworteten, daß kein bessere Prob
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wie weit die Gericht gehen sollen, were, als
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die Grichts-Stein. Weil nunn der Gricht-
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Stein daß Güetlin gen Eschenz ausweise,
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gehöre

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.
c Unsichere Lesung.
d Unsichere Lesung.