Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

4. November 1698 · Seite 424v · Scan 878
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Marginalie
[424v]
Zeile 1
1698
Zeilen 31–33
Sorores ex Grueenberg advectae de brassica tractant.
(lat) Schwestern aus Grünenberg treffen ein und verhandeln wegen dem Kohl.

Transkription

November.
1
dann seÿe daß Kalb von gesagter
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Kuhe stürnig worden: sorge, es
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werde schwärlich wider zu recht kommen.
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Ich antwortete: 1.o Den Reb-bauw
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wolle ich nit lasßen abgehen, sonder wider
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versehen lasßen zum besten, als mir
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möglich. Im fahl aber selbige solten
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verkauft werden, müesße der Kaüfer
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alles bezahlen. Erwarte also ich bis auf
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den Mittwochen des Michel Dietrichen, der
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sich für ein Kaufmann aufgeworfen,
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ob mit ihme etwas zuhandlen möchte
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seÿn. 2.o Das verstellte Küelin
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möge er wohl behalten vmb gewohnte
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verstellung: im fahl aber es ihme vnwerd
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were, soll er es mir bÿ seiner Zeit
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wider zustellen etc. 3.o Anlangend daß
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stürnige Rinderlin, werde nichts bessers
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geschehen, als des es gemezget werde.
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Wann aber ich auch ein Theil davon habe,
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soll er mir die Gebühr darum er-
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statten etc. Wormit er nechsten
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Morgen wider abgereisst. Es
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war sonsten ein stiller, schöner Abend.
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Den 4. Novembris. Legte sich der Nebel am Morgen
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auf dem Wasßer; hernach steigte er
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ob sich, auch vber vnß hinauf: endtlich
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gegen 9 Vhren verschlieffe er sich in
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den See, vnnd gab ein edlen hellen tag.
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Ich rechnete heüt mit vnderschidlichen,
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so wohl vor- als Nach Mittag etc. Gegen
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3 Vhren langten 2 Schwösteren Regina vnnd
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Josepha auß dem Grüenenberg an,
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sagend,

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