Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

25. Oktober 1698 · Seite 415v · Scan 858
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Marginalie
415v
Zeile 1
1698

Transkription

October.
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die zu wimmlen ich ihme gern Plaz ge-
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gonnet. Vnderdesßen ist der Reifen
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von den trauben durch den Nebel wider ver-
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triben worden. Als nunn wir in
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die Reeben kommen, fanden wir erstlich,
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daß der rothen oder braunen Trauben
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ganz wenig reif, die meiste eine Zieg-
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el-farb, vill noch ganz grüen: die
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weisße aber dermassen hart, daß nit
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vill Saft von ihnen mögen gepresset werd-
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en: trauben hatte es ein grosße Quanti-
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tet vnnd Anzahl, so das, wann die
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Qualitet mit der Quantitet were gleich
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geweßen, hetten wir ein reichen herbst
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gehabt: iezt kann es weder vill noch
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gut geben. Doch hatte es auch mehr trappen
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als berri. Sonsten war der Himmel
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den ganzen tag bedekt, vnnd könten wir
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die Sonnen nit einmahl sehena. Gegen
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4 Vhren stosste wider ein kalter zwerch-
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Wind, vber den Schÿner berg kommender
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an, vnnd erwekte ein Reegen, der
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vnß daß wimmlen disen Abend abge-
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kürzt, vnnd brachten hiermit wir
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mehr nit vnder daß Tach, als 8 Gelten.
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wie wir, in seiner Vechtnauw wimm-
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len liesß, separierte daß weisße von
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den rothen, dann er hatte gar vill weisß,
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vnnd vermeinte das rothe einzig,
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vnnd auch das weisße zutruken.
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Liesß alles in vnßeren Torkel einführen,
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vnnd

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.