Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

25. Oktober 1698 · Seite 415r · Scan 857
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Marginalie
[415r] 1698
Zeile 9
Pruina gravis.
(lat) Starker Frost.
Zeilen 16–17
Vindaemia igitur a necessario coepta.
(lat) Die Weinlese wird daher aus Notwendigkeit begonnen.

Transkription

October.
1
verzeichnen möchte etc. Wesßwegen auch
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disen einzigen gefertiget, den anderen
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aber anbefohlen, künftigen Sonntag nach
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Mittag zuerscheinen.
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Den 25. Octobris. Haben wir erfahren,
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was wir gestert ersorget, ein
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sehr starken Reifen vnnd Gefröhrne.
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Ich war vmb halber 4 Vhren auf, sahe,
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das der Nebel auf dem Wasßer vnnd nechst
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darumb sich gelegt, bÿ vnß aber vnnd
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im vbrigen allethalben alles weisß. Eß
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ziehet zwar hernach sich der Nebel
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etwas in die Höche, vnnd ist hofnung
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das der Reifen desßetwegen nit so gar schäd-
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lich seÿn werde: allein wirdt es doch
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nit ohne Schaden abgangen seÿn. Vnser
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Hauß-Knecht mahnete mich, ich aber liesß
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auch den Reebmann kommen, vnnd haltete
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also mit ihnen Rath, schliessten, weilen
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sorglich der mornderige Tag vnß nit
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vill besßeres bringen werde, wollen wir
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in Gottes Namen dem herpsten den Anfang
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machen, vnnd andere Arbeit gänzlich
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beseits legen. Ich befahle auch, ein
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böttlin auf Schafrat zuschiken, daß
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so vill von dorten kommen sollen helfenb
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zu wimmlen, als könten etc. Seÿnd auch
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erschinen, so hiermit mir ganz wohl
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gedient. Es hetten zwar noch 2 können
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kommen, allein hatte der Knecht eigene Reeben,
31
die

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.