Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

6. September 1698 · Seite 400v · Scan 826
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[400v]
Zeile 1
1698
Zeilen 10–12
Caupo ad corvum a donat carnes bovinas.
(lat) Der Wirt zum Rappen schenkt Rindfleisch.
Zeilen 18–19
Quaerit vasa pro vino vendere.
(lat) Er fragt nach Gefässen, um Wein zu verkaufen.
Zeilen 23–25
Commendatur pro hoc Domino Amptmano in Stein.
(lat) Er wird dazu Herrn Amtmann von Stein empfohlen.
Zeilen 30–32
Vetatur hospites in granario ponere.
(lat) Es wird verboten, die Gäste in den Kornspeicher zu setzen.

Transkription

September.
1
Wein, als der erkauften verumgeltet,
2
aber so wenig angegeben, daß mich dessen
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verwunderet, das er nit mehr solte ge-
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braucht haben. Ich müsste aber es passieren
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lasßen etc.
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Den 6. Septembris. Nach deme die ganze Nacht hin
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durch ein, zwar nit kalter, vnderluft ge-
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brauset, hatt er am Morgen gegen 8 Vhren
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vnß wider Reegen gebracht. Vnßer
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Rappen-Wÿrthen ist heüt wider erschinen,
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vnnd hatt mir ein gut Stüklin Rindfleisch,
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(dann er gestert eins gemezget) vber-
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bracht etc. pittend ihnen beholfen zu seÿn,
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daß sie auf mornderigen Tag möchten
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mit nothwendigem Geschirr versehen
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werden, vnnd weilen Herr Amptmann zu
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Stein darvon gar vill hette, sie bÿ ihme
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zu recommendieren, das er sie zu Lehen
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haben möchte. Ich könte ihme nichts
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abseÿnb, schreibte alsobald ein brieflin,
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zur Eÿch, etc. vnnd erfüllte also ihr begehren.
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Sie hatte auch angehalten, das sie möchte
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die Gäst in die Zehendt-Scheür sezen, wann
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deren gar vill kömen, wie sie verhofe.
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Ich verwilligte es, sagte aber daß wohl Sorg
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müsße getragen werden. Als hernach
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vnßere Köchin, die in die Mezg gangen,
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Fleisch zuholen, heimkommen, berichtete sie
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mich, daß der Junker seelig es niemahlen
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gestatten wollen, auch beklagen sich die be-
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nachbarte wegen der Feüwers-Gefahr, von
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wegen vilen Tabak-Trinkens, pittend
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ihnen

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.